Neues aus dem Rescue Camp (08.12.2018)

 

Diese Woche war sehr ereignisreich, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht.

Die Beschneidungen in Kuria East haben begonnen. Heute morgen konnten wir 11 Mädchen sehen, die verstümmelt vom Feld zurück kamen und gefeiert wurden. Ihre Gewänder waren voller Blut, vermutlich wurden sie nach Typ 2 (Klitoris und innere Schamlippen) beschnitten. Wir waren alle sehr schockiert und sind froh, dass unsere inzwischen 128 Mädchen sicher sind. 

Gestern Abend erfuhr ich, dass ein Mädchen, welches in unserem Camp 2016 war, heute beschnitten werden sollte. Ich bin sofort zu ihr gegangen und habe zusammen mit 2 Mitgliedern des Zinduka Teams und der Polizei das Mädchen und ihre Familie getroffen. Die Mutter ist strickt gegen FGM, allerdings wollte das Mädchen nicht in unser Camp kommen. Die Gründe waren unklar.

Im weiteren Verlauf  erfuhren wir , dass Sie von ihrem Großvater, so wie einigen ihrer Freundinnen beeinflusst wurde, da sie durch den Vollzug des Rituals neue Kleidung und Schuhe erhalten hätte. Wir nahmen sie mit und versuchten mit ihr zu reden. Heute morgen hat sie endlich eingewilligt und bleibt nun bei uns im Camp. Ich bin sehr froh, dass wir sie tatsächlich retten konnten. 

Leider haben zwei andere, bei uns registrierte Familien, ihre Mädchen heute beschneiden lassen. Auf unsere Nachfrage, behaupteten sie, dass die Kinder nach Nairobi gereist seien. 

Nun haben wir diese Fälle an die Polizei übergeben. Diese, sowie andere Institutionen stehen hinter uns und helfen, so gut sie können :) 

Gestern war ich mit zwei anderen freiwilligen Helfern bei einem anderen Camp zum Schutz der von FGM bedrohten Mädchen. Auf Grund eines anderen Konzeptes wurde das Camp bereits gestern beendet und 

insgesamt 250 Mädchen haben die „Alternative Rite of Passage“ erhalten, von denen einige noch vor Ort bleiben bis sie nicht mehr gefährdet sind. 

 

aus Perspektive von Antonia Waskowiak

 

....................................................................

Gratulation an unsere Schüler!

 

Wow, von 47 Schulen in Kuria East, Kenia, erreichte unsere Schule Bena Academy in diesem Jahr im Ranking die Nummer 4!

Wir haben wieder erkannt, dass es nicht darum geht, eine reiche Schule zu sein, sondern motivierte Lehrer und Schüler zu haben! Unser Motto „Aim Higher“ ist definitiv wahr geworden! 

 

Congratulation to our pupils!

 

Wow, out of 47 schools in Kuria East, Kenya, our school Bena Academy achieved number 4 on the ranking this year!

Today we realized again that it’s not a matter of being a rich school but

a matter of having motivated teachers and students.

Our motto „Aim Higher“ has definitely become true!

 

....................................................................

Ein großes Dankeschön für euer Engagement  - Liebe 8e der TKS!

Es riecht nach frisch gebackenen Waffeln. Ein Tisch voller Leckereien - Waffeln,Kekse, Kuchen - zeigt sich den Besuchern der Theo-Koch-Schule im mittelhessischen Grünberg. In der Mitte eine weihnachtlich dekorierte Spendenbox, an den Wänden Plakate mit Fotos kenianischer Kinder und Jugendlicher und ihrer Schule.
Es ist Samstag, 17.11.2018 - Tag der offenen Tür und alle Schülerinnen und Schüler präsentieren sich und ihre Schule.
Diesen Anlass nutzte die Klasse 8e der TKS für einen Verkaufsstand. Für ihre Klassenkasse wollten sie den Erlös nicht behalten. Stattdessen spendeten sie diesen sowie gesammelte Spenden an den Verein Zinduka e.V..Dank des großen Einsatzes der Klasse und der spontanen Bereitschaft einer Mutter, nach nur zwei Stunden des Backens und Verkaufens eine weitere große Schüssel Waffelteig zu machen und vorbeizubringen, konnten insgesamt 329,64€ an Zinduka e.V. überwiesen werden. Eine Schülerin kommentierte ihr Engagement am Tag der offenen Tür mit den Worten „Ich habe zwar viele Schichten übernommen und nach einiger Zeit war es auch anstrengend, aber ich wusste, wofür es gut ist, und ich bin froh, dass ich dabei war.“ Auch der Teamspirit wurde gelobt: „Wir haben viele Waffeln verkauft und waren ein gutes Team. Ich habe viele Schichten übernommen und es hat Spaß gemacht.“ 
Gelernt, da ist die Klassenlehrerin der 8e sich sicher, haben alle ihre Schülerinnen und Schüler etwas, über die Lern- und Lebensbedingungen in Kenia, aber auch über Teamgeist und soziales Engagement.

....................................................................

                                      



Rescue Camp 2018, Bericht 1 (25.11.-01.12.2018)                            

Nun ist die erste Woche unseres Rescue Camps vorüber und wir wollen euch ein paar Einblicke in unsere Arbeit vor Ort gewähren.

 




Vorbereitungsphase:

Das Zinduka Team in Kenia überraschte zu Beginn mit einem fast fertigen Zaun um das Schulgelände. Neben neuen Schlafräumen für die Kinder wurde ebenso ein neues Lehrerzimmer gebaut. Dank des Missionskreises in Stuttgart konnten wir in den Klassen 1-4 Fenster und Türen einbauen. Diese dienen nun als Schlafräume für die gefährdeten Mädchen. In den Nachbar-Clans ist die Beschneidungszeit bereits angelaufen. Dabei stellte sich heraus, dass Mädchen bei der Zeremonie wie die Jungs gekleidet werden. Damit soll verhindert werden, dass Behörden eingeschaltet werden und die Praktizierenden verfolgen, denn FGM ist in Kenia seit 2011 illegal. Erschreckender Weise wurden insgesamt rund 500 Mädchen dort beschnitten (von World Vision geschätzte Zahl).

Bena Academy wurde zum Camp umfunktioniert und täglich kamen weitere Fälle von gefährdeten Mädchen, die aufgenommen werden sollen. Wir mussten jeden Fall prüfen und einschätzen, wie groß die Gefahr ist und entschieden dann, ob wir sie aufnehmen können. Am 21.11.2018 hatten wir ein großes Stakeholder Meeting, dass Zinduka mit World Vision, ADRA und weiteren Organisationen, Institutionen (Child/Education/Social Offices) und Polizisten die hier tätig sind, organisiert hat. Es ging um FGM und darum wie wir in den folgenden Wochen besser zusammen arbeiten können. Zinduka wurde sehr gelobt und die anderen Organisationen versprachen uns ihre Unterstützung. World Vision wurde zu unserem offiziellen Partner und wird uns helfen, das Camp zu verlängern um zu verhindern, dass Mädchen doch noch bis Anfang Januar beschnitten werden. Wie das genau ablaufen wird, klärt sich in den folgenden Wochen.

 

Eröffnung:

Von den bisher 170 registrierten Mädchen sind bisher ca. 120 eingetroffen. Nach den ersten chaotischen Tagen hat der Alltag auch im Camp begonnen und mit ihm neben Freizeitaktivitäten wie Singen, Tanzen, Spielen, Kurzgeschichten schreiben, Theater, Filmen schauen auch der Schulunterricht. Dort werden die Mädchen über FGM aufgeklärt und lernen nach dem Konzept von Tuko Pamoja - Adolescent Reproductive Health and Life Skills Curriculum.

 

Verlauf:

Am ersten Tag war der FGM Aktivist Francis bei uns im Camp zu besuch. Einigen bekannt durch das Musikvideo „Wana Zinduka tu“. Gemeinsam haben wir an einem neuen Projekt gearbeitet, mit dem wir das Thema FGM in Kuria verbreiten wollen. In den folgenden Wochen wird daher ein neuer Song mit Videodreh im Rescue Camp erscheinen. 

 

....................................................................


...........................................................................

....................................................................


Wir möchten Danke sagen !

 

Im Namen von Zinduka e.V möchten wir uns vielmals für eure Spenden nach dem schrecklichen Brand in der  "Bena Academy"  bedanken. Durch eure Unterstützung konnte den betroffenen Eltern in ihrer tragischen Situation ein Stück finanzielle Last genommen werden. Ihre Töchter haben eine würdevolle Beerdigung bekommen und alle Familienmitglieder konnten sich von den beiden noch so jungen Mädchen verabschieden.

Die Eltern der verstorbenen Mädchen und auch wir  sind zutiefst gerührt, über soviel Großzügigkeit und Herzlichkeit.

 

...........................................................................

 

 

Dear friends of Zinduka,

 

We are writing this letter with no drop of tear despite what has been founded us. We had to be fearless after seeing how you firmly stood to support us. 

Actually from the beginning of the incidence we felt weak, discouraged and very much disappointed.

Tanya was all we had. She brought happiness in our family, she was a friend. It is very difficult to explain or think how we are going to live without our wonderful child and the only one. However, they say ‘everything that happens has a reason’, we hope God had a good reason to allow this happen to our family. This is not only the first time but we also lost our first daughter two days after delivery. Now you can imagine how this incidence has totally hurt us. One can easily curse him/herself. We also nearly did that. We asked ourselves many questions with no answers. The most common one was: WHY ME? WHY US?

Friends, let you know that you have given us a reason to move on, your emotional support, financial support and your empathy have totally changed our lives and given us a reason to go on. No matter what.

You may not know what you have done but actually you have touched our lives. Remember, life is not measured on how rich you are, how expensive you live, drive, eat but only how you put a smile on somebody’s life. Because when somebody smiles, you become blessed because ‘blessed’ is the hand that gives and not the one that takes. Through you, we have learnt that we can change the world through the things we do to others when they need such help.

Finally friends, we wish to let you know that we are also concerned in empowering our community, advocating against Female Genital Mutilation which is directly at our door steps. We are surrounded with victims of FGM and our neighbours and family members are also young innocent girls who are endangered by this non-profit culture. We are not going to seize from raising our voice to the whole world until this practice comes to an end. We hope you are also our ambassadors on this. We wish we were there and at least shake hands and hug you for what you did to us. But our prayers and blessings are onto you in everything that you are doing. “Beloved, I pray that in every way you may prosper and enjoy good health, as your soul also prospers.” 3 John, 1:2

 

Yours faithfully

 

 

MAMA TANYA and BABA TANYA

 

........................................................................

Dear Sponsors of Zinduka,

 

I humbly appreciate for all the support you offered to my family during the hardship time that I had losing my two year old daughter Laylah. You stood by my side in 

arranging for her burial ceremony. 

The funds catered for all the expenses incurred at that moment. I deeply express my gratitude and may the Lord Almighty bless you abundantly. I am looking forward to work with you people and offer my best through creativity and innovative.

I also have a special request on support for my higher education. I am planning to pursue Diploma in Special Education for the deaf. This will enable me fulfil my dream to help the special need people since our country has inadequate professionals in this field. Your support will be highly appreciated.

 

 

Thank you and many

regards,

 

Irene Robi Werema

 

I love you all! 

....................................................................


Unser Projekt in Kenia: